Biografie

 

Margarita Gritskova ist eine russische Opernsängerin in der Stimmlage Mezzosopran. Sie singt an der Wiener Staatsoper.

Margarita wurde in Sankt Petersburg geboren und studierte später in ihrer Heimatstadt. 2010 absolvierte sie bei Irina Bogatschewa ihr Musikstudium am Staatlichen Konservatorium Sankt Petersburg. Gleich nach Abschluss ihres Studiums wurde Margarita nach Weimar ins Nationaltheater eingeladen. Die Arbeit in Deutschland wurde zum Anfang ihrer künstlerischen Laufbahn.

Schon während ihres Studiums erhielt Margarita zahlreiche Auszeichnungen bei bedeutenden Opernwettbewerben und war an internationalen Musikfestivals u.a. auf den Kanarischen Inseln, in der Schweiz, Italien und Spanien beteiligt. Zu den größten Erlebnissen aus diesen Jahren wurden für Margarita der Auftritt im Operntheater des Konservatoriums in George Bizets «Carmen» unter der Leitung Mariss Jansons und die Rolle des Pagen Cherubino aus der «Hochzeit des Figaro» von Wolfgang Amadeus Mozart.

In den zwei Jahren am Weimarer Nationaltheater nahm Margarita Parts unterschiedlicher Musikrichtungen in ihr Repertoire auf, auch die Barockmusik gehörte dazu. Sie trat in der Rolle des Ottone aus Claudio Monteverdis «Die Krönung der Poppea» auf, sang Bradamantes Part aus Hendels «Alcina» und den Hauptpart aus Bizets «Carmen». Im Oktober 2011 wurde Margarita in die Opera de Quebec nach Canada eingeladen und sang dort die Olga aus «Eugen Onegin» (Dirigent Daniel Lipton).

In 2012 schloss Margarita einen Vertrag mit der Wiener Staatsoper ab. Schon zum Abschluss ihrer ersten Spielzeit am Wiener Musikhaus stand Margarita unter der Leitung von Michael Güttler als Rosina aus Rossinis «Der Barbier aus Sevilla»  auf der Bühne.

In den Jahren 2012 - 2014 sang Margarita in Wien u.a. die Parts von Bersi («Andrea Chenier»), Dorabella («So machen es alle oder Die Schule der Liebenden») Annio («Die Milde des Titus»), Idamante («Idomeneo») und Angelina («Aschenputtel»). In Mexiko gab sie zusammen mit Javier Camarena als Prinz in Rossinis «Aschenputtel» ihr  Debüt mit dem Part von Angelina und sang in Japan den Cherubino aus «Die Hochzeit des Figaro».

Zu einem besonderen Erlebnis in Margaritas Leben wurde ihre Zusammenarbeit mit Jose Carreras, einem der bedeutendsten Tenöre der Gegenwart. Im September 2013 traten die beiden in Wien zum ersten Mal gemeinsam auf und betraten später in vielen Städten Österreichs, Russlands, Englands, Spaniens und der USA zusammen die Bühne.

Im Februar 2014 nahm die Sängerin zum ersten Mal am Wiener Opernball teil, der jedes Jahr von allen größten europäischen Fernsehsendern ausgestrahlt wird. Dadurch wurde sie weit über den Kreis ausgewiesener Opernfans bekannt, ihr Gesicht kannten zu diesem Zeitpunkt auch Millionen von Fernsehzuschauern. Im gleichen Jahr gab Margarita in Wildbad  ihr Debüt als Ottone in der Erstaufführung von Rossinis «Adelheid von Burgund» und ist seit dem jedes Jahr beim Wildbadener Festival dabei. Das Aufnahmestudio « Naxos »  zeichnete CD’s mit den Opern «Adelheid von Burgund» und «Sigismondo» auf an denen auch Margarita beteiligt war.

2015 trat Margarita Gritskova in Begleitung von Thomas Lausmann mit ihrem ersten Solokonzert im Musikverein Wien auf und gab ihr Debüt an der Opera de Lyon in Frankreich und an der Ungarischen Staatsoper in Budapest. 

Zu einem Erlebnis der besonderen Art wird für Margarita ihre Teilnehme am an den Salzburger Festspielen. Sie übernimmt bei der Erstaufführung von «Die Hochzeit des Figaro» (Regisseur Sven Bechtolf) den Part des Cherubino.

In den Jahren 2015 – 2016 singt Margarita den Part von Krista bei der Erstaufführung von «Die Sache Makropulos» (Regisseur Peter Stein), der Bradamante aus «Alcina», des Smaton («Anna Bolena»), des Sesto («Die Milde des Titus») und den Part von Mascha in Peter Eötvös «Drei Schwestern» von Tschechow. Später widmete Peter Eötvös  Margarita eine von ihm nach dem Gedicht «Bitterkeit» von Marina Tswetaewa komponierte Romanze. Zu einem weiteren Punkt in Margaritas künstlerischer Laufbahn wurde ihre Zusammenarbeit mit Maestro Riccardo Muti in Japan.

Das Jahr 2017 begann für die Sängerin mit ihrem Debüt als Angelina aus Rossinis «Aschenputtel» (Regisseurs Stefan Herheim, Dirigent Antonio Fogliani) am Opernhaus Oslo, sowie mit der Teilnahme an der Eröffnung des Dresdner Opernballs unter Leitung von Kristjan Järvi.

Im Frühling 2017 sang Margarita in der Wiener Staatsoper die Isabella aus «Die Italienerin in Algier» (Dirigent Evelido Pido) und  den Part von Olga aus  «Eugen Onegin». Auch  wurden Margarita zusammen mit der wunderbare Pianistin Maria Prinz in die Philharmonie der Stadt Sophia nach Bulgarien und das Russische Zentrum für Wissenschaft und Kultur zu einem Auftritt eingeladen.  Zu besonders beeindruckenden Ereignissen wurden für Margarita auch die Erstaufführung von «Der Graf von Ory» in Klosterneuburg (Dirigent Christoph Campestrini, Regisseur Francua de Carpotrie), bei der sie den Part des Isolier sang sowie ein Auftritt mit dem Pianisten  Ivan Demidov in Pesaro. 

Die Rollen der Sängerin in der Wiener Staatsoper in der Saison 2017-2018: den Cherubino aus «Die Hochzeit des Figaro», die Isabella aus «Die Italienerin in Algier» (Dirigent Evelido Pido), den Part von Olga aus  «Eugen Onegin». Im Januar 2018 gab Margarita als Bizets Carmen ihr Debüt an der Wiener Staatsoper  mit Piotr Beczala als Jose und Carlos Alvares als Escamillo (Dirigent  Jean-Christophe Spinosi), im Februar das Debüt auf der Bühne der Hamburger Oper als Rosina, und im März das Debüt auf der Bühne der Bayerischen Oper als Angelina in der «Cinderella» von Rossini (Dirigent F. Angelico). 

Im April 2018 gab Margarita ihr erstes Debüt in Frankreich im Theater Air Provence als Cherubino (Dirigent A.Altinoglu), und im Juni mit großem Erfolg spielte sie als Mozarts Sesto in der "La clemenca di Tito", Spanien, Valencia (Dirigent N.Pfeffer).