W.A.MOZART "LA CLEMENZA DI TITO" (SESTO)

"Die größte Hypothek hatte sicher Margarita Gritskova als Sesto zu tragen, zählten doch immerhin Garanca und Kozena zu ihren Vorgängerinnen in dieser Partie. Sie braucht sich aber vor diesen nicht zu verstecken, sondern kann auf Augenhöhe mit diesen Stars mithalten. Ihre bruchlos geführte Stimme überzeugt in allen Lagen und ist in den Koloraturen ebenso sicher wie in den breiten Legatobögen. Optisch agiert sie glaubwürdig als junger Herr aus gutem Haus, der um der Ehre willen fast zum Mörder seines Freundes wird."
Wolfgang Haberman, Online Merker

"Margarita Gritskovas gekonntes Debüt bot auch einen szenisch herrlichen Verräter Sesto."
Wiener Zeitung, Daniel Wagner

"Mehr Lebendigkeit verströmte der Sesto von Margarita Gritskova, die den überzeugendsten musikalisch-darstellerischen Gesamteindruck hinterließ. Ihre Stimme hat sich in der Mittellage weiter gerundet, der Klang hat eine schöne dunkle Nuance gewonnen. Die Stimme folgte kantabel Mozarts Spuren, differenziert im Ausdruck."
Dominik Troger, Online Merker

"Was Mozarts Werk stark macht, sind die psychologischen Details. Wenn sich in den faszinierend zerklüfteten Terzetten Spannungen zwischen den Darstellern aufbauen; oder wenn diese mit ihren wahrlich gemischten Gefühlen allein auf der Bühne stehen. Da laufen die Solisten zu erstaunlicher Form auf, voran die hoch expressive Margarita Gritskova, die im Finale I den Seelenkonflikt des widerwilligen Verräters Sextus bewegend ausspielt und vor den enormen Anforderungen an die Tessitura so wenig Angst hat wie die Vitellia der souveränen Carline Wenborne, von der sich Gritskova freilich einiges an rhythmischer Akkuratesse abschauen könnte. Mit dem Metrum geht sie allzu frei um, an vokaler Ausdruckskraft kommen ihr wenige Konkurrentinnen gleich."
Wilhelm Sinkovicz, Die Presse

«..Merken sie sich diesen Namen: Margarita Gritskova. Diese Mezzosopranistin aus St. Petersburg, erwarb sich ihre beeindruckende Erfahrung unter anderem bei Auftritten im Weimarer Deutschen Nationaltheater und an der Wiener Staatsoper. Ihr Sesto aus «Die Milde des Titus» steht für meisterhaften Stil, Ausdruckskraft und die für Mozart typische Anmut. Ungeachtet der dürftigen und wenig beeindruckenden Inszenierung von Jürgen Flimm, die durch keinerlei erkennbare Idee, dafür aber durch ein Durcheinander auf der Bühne auffiel, war allein Margarita Gritskova den Abend wert».
Jaume Radigales, 04.10.2016, NUVOL el digital de cultura.

«..Als einzige die zwar ihrem unerbittlichen Leiter entgegentrat, aber trotzdem ungeschoren davonkam, war Margarita Gritskova, die als Sesto etwas zurückhaltender als sonst wirkte, sich aber durchaus an die hohen Anforderungen, welche an diese Partie gestellt werden, anpassen konnte. Kaum war sie auf der Bühne, nahm das Geschehen wie durch ein Wunder wieder Fahrt auf und auch die Lyrik war plötzlich wieder da."
Dimitri Finker, Concerto.net.com, The Classical Music Network.

«..Mit Ausnahme der jungen russischen Mezzosopranistin Margarita Gritskova, die als Sesto nicht nur ein außergewöhnliches dramatisches Verständnis dieser komplexen Partie bewies, sondern auch mit ihrer betörenden und in allen Lagen gleichmäßigen Stimme zu überzeugen wusste, waren die anderen Darsteller zum größten Teil nur Mittelmaß. Während “Parto parto” lediglich einen abermaligen Sturm der Begeisterung auslöste, waren die Oktavensprünge in “Deh, per questo istante solo” mit der Präzision eines Dolchstoßes vorgetragen und der “questo cor” sprühte nur so vor Emotionen. Das felsenfeste Sol, die natürlich und einwandfrei klingenden tiefen Töne, all das waren Bausteine einer vorbildlich vorgetragenen wichtigen Partie.»
bachtrack.com, Saterland, 31 März 2016.

«..Margarita Gritskova war ein außerordentlich lebendiger und leidenschaftlicher Sesto. Um ihre Stimme aus der Tiefe heraus, über die köstliche Mittellage bis hin zum strahlenden und mitreißenden Höhepunkt besser auf den Zuschauer einwirken zu lassen, bediente sie sich der Ornamentik. Die Sängerin ist noch keine dreißig und ich bin überzeugt, dass ihre Stimme sich noch weiterentwickeln wird. Ihre Interpretation der Partie war wahrlich meisterhaft und klangvoll, das Zusammenwirken mit dem fast schon improvisatorischen Bassethorn in ‘parto, parto’ klang zauberhaft, die Triolen waren absolut präzise. Möglicherweise hätte ich etwas mehr Reflexion in „deh, per questo istante solo’ erleben wollen, ansonsten aber offenbarte die Sängerin in dieser Partie eine beeindruckende Stimmenvielfalt»
30.03.2016,Operatraveller.