PREMIERE: G.ROSSINI "SIGISMONDO" (SIGISMONDO)

"..Einen Triumph in einer Hosenrolle feiert in Wildbad Margarita Gritskova von der Wiener Staatsoper als Titelheldin in "Sigismondo". Sie findet einfühlsame, zarte Töne für den polnischen König, den sein lange zurückliegendes Todesurteil für die angeblich untreue Gattin Aldimira fast in den Wahnsinn getrieben hat. Die Königin, die Jochen Schönleber in seiner steifen, eher statuarischen Inszenierung als eine Art Aschenputtel zeichnet, entwickelt sich bei Maria Aleida stimmlich von einer Furie zu einer zart Liebenden."
Münsterland Zeitung

«..Mit 23 hatte Rossini bereits 13 Opern komponiert, wobei seine Geliebte/Muse Marietta Marcolini, eine der bekanntesten Mezzo-Sängerinnen ihrer Zeit, Rossini zu der Schaffung seiner 2 Meisterwerke inspirierte. Nicht alle seine Opern hatten Erfolg beim Publikum, aber der findige Komponist gebrauchte später Teile davon wieder, obwohl der Unterschied keinem auffiel. So sind im «Sigismondo» Melodien aus dem «Barbier von Sevilla» nicht zu überhören, insbesondere ein gut bekanntes Crescendo aus Don Basilios «Verleumdung». «Sigismundo» war Rossinis letzte für Venedig komponierte Oper, eine auf Marcolinis Rolle als Polnischer König zugeschnittene Opera seria. Die Travestierolle übernahm Margarita Gritskova, deren Stimme, laut wie ein Sturm in einem gewaltigen Umfang und mit einer solchen Macht und Innigkeit erklang, dass man sich als Zuhörer durchaus eine Vorstellung von Marietta Marcolini machen konnte».
Janos Gardoni, the Whole Note

"..Margarita Gritskova – seit zwei Jahren so etwas wie Stammgast in Wildbad – zeigt einen König von arenenfüllender Präsenz. Da gibt es diesen einen Moment im ersten Akt, wo Gritskova auf den lautesten Ausbruch ein pianissimo von atemberaubender Sanftheit folgen lässt, das auch so leise noch durch die gutbesuchte Trinkhalle dringt."
Pforzheimer Zeitung

"..Sigismondo, dieser seelisch zerrissene König, wird als Hosenrolle von der Mezzosopranistin Margarita Gritskova unerhört dramatisch gegeben. Dabei steht dem Ensemble-Mitglied der Wiener Staatsoper eine ausdrucksstarke Koloratur-Stimme zur Verfügung, deren Farben vom schauerlich dunklen Wahnsinns-Ausbruch bis zur zärtlichen Liebes-Ansprache reichen."
Die Deutsche Bühne

"..Ein Belcanto-Mekka wie Wildbad tut ein Übriges, Könnerschaft heranzubilden und anzuziehen. So gab es in allen Produktionen sängerisch Staunenswertes und geradezu Phänomenales wie die markante, in ihren Altregistern umwerfend machtvolle Margarita Gritskova (als Sigismondo)."
Frankfurter Rundschau

"..Margarita Gritskova gestaltet den gebrochenen, an Selbstzweifeln leidenden, vom Geist seiner toten Frau verfolgten Titelhelden mit großer Intensität und einem kernig auftrumpfenden, in allen Lagen gut verblendeten Mezzosopran; in den Rezitativen etwa macht sie die tragische Fallhöhe durch die plastische Gestaltung der gestammelten Satzfetzen deutlich."
Nikolaus Schmidt, Press Readler

"..Rossinis „Sigismondo“ hat Schönleber auf der sparsam bestückten Bühne (Robert Schrag) der Trinkhalle inszeniert. Wirkungsvoll schaffen bewegliche Teile der verspiegelten Rückwand wechselnde Szenerien für die verworrene Handlung. Vokal glänzen hier Margarita Gritskova mit phänomenalem Mezzo in der Titelrolle, der Bass Marcell Bakonyi als ungarischer König, die Sopranistin Maria Aleida als dessen Tochter Aldimira und der Tenor Kenneth Tarver als Bösewicht Ladislao. Fogliani führt das Orchester Virtuosi Brunensis und den Camerata-Bach-Chor Posen brillant durch die Partitur."
Schwäbische.de

"..Und wieder einmal ist es in Bad Wildbad gelungen, eine Sängerriege zu versammeln, die diesen Ansprüchen mehr als gerecht wird. Zu allererst ist hier Margarita Gritskova in der Titelpartie zu nennen, die mit ihrem Contralto über einen enormen Stimmumfang verfügt. So setzt sie die Tiefen mit großem Volumen an und schraubt sich spielerisch in dramatische Höhen empor, um die Wahnvorstellungen Sigismondos spürbar zu machen. Direkt in ihrer Auftrittskavatine "Non seguirmi... omai t’invola" gelingt es ihr, stimmlich und darstellerisch die innere Zerrissenheit des Königs umzusetzen. Ein weiterer Höhepunkt ist ihre große Schlussarie "Alma rea! Il più infelice", in der Sigismondo erkennt, dass er seine Frau zu Unrecht verurteilt hat. Hier transportiert Gritskova mit großer Dramatik die Schuldgefühle des Königs."
Thomas Molke, Online Musik Magazin

"..Margarita Gritskova, Ensemblemitglied der Staatsoper und ab 16. August wieder der Cherubino in Mozarts Figaro in Salzburg, ist als Sigismondo das musikalische Zentrum der Aufführung. Für einmal darf man erleben, wie gross der Stimmumfang der jungen Russin ist und vor allem wie substanzreich ihre Tiefe ist. Sie weiss mit ihrer flexiblen Stimme, die sie im richtigen Moment zurücknehmen kann, und blitzblanken Koloraturen für sich einzunehmen. Auf sie hat Schönleber, der mittlerweile seit 25 Jahren im deutschen Rossini-Mekka wirkt, seine Personenführung fokussiert; wie Sigismondo von seinem schlechten Gewissen gequält zu einem gebrochenen Mann wird."
Oliver Schneider, Wiener Zeitung, 31.07

"..Verrückt singt sich’s offenbar am besten. Den König, der seine – von einem Fiesling verleumdete – Gattin ermorden lassen wollte, die aber gerettet und auf den verschlungensten Opernwegen dem reuigen Herrscher abermals zugeführt wird, singt Margarita Gritskova, eine junge Russin mit einer Riesenstimme: ein Mezzosopran, fulminant in der Höhe, wie eine dunkle Glocke in der Tiefe und äußerst agil in den Auszierungen, heute in vorderster Reihe an der Wiener Staatsoper. Sie ist ein leuchtendes Beispiel für die betonte Förderung junger Höchstbegabungen, wie sie Festspielintendant Jochen Schönleber seit 25 Jahren betreibt."
Badische Zeitung

"..Halten wir uns deshalb an die musikalische Seite, die gekrönt von zwei herausragenden Solisten die Wiederaufführung allemal lohnte. Margarita Gritskova von der Wiener Staatsoper machte bereits vor zwei Jahren in „Adelaide di Borgogna“ Furore und blieb jetzt dem wahrnehmungsgestörten Sigismondo mit seiner von vielen gegensätzlichen Akzenten bestimmten Tessitura nichts an bravourösen Schattierungen schuldig. Die völlig bruchlos geführte Stimme fasziniert durch ihr explosiv ausgefahrenes, aber nie abrupt oder forciert eingesetztes Spitzenregister sowie eine leuchtende Klangfarbe, die sich harmonisch mit dem Sopran von Maria Aleida mischte."
Udo Klebes, Online Merker

"..Schönlebers Regie beschränkt sich darauf, die Personen-Konstellationen in den Mittelpunkt zu rücken. Die Solisten dürfen an der langen Leine schauspielern und singen. Für die Rolle des Königs Sigismondo steht mit der brillanten Margarita Gritskova von der Wiener Staatsoper eine tiefe weibliche Stimme zur Verfügung."
Südwest Presse

"..Ein erfreuliches Wiedersehen (und -hören !) gab es mit Margarita Gritskova von der Wiener Staatsoper. In der Hosenrolle präsentiert sie einen in allen Lagen souveränen Mezzosopran – besonder die kraftvolle Höhe imponiert."
opernschnipsel.de

"..Margarita Gritskova hat in Wildbad die Partie von Sigismundo gesungen. Frau Gritskova, die in Russland geboren wurde, besitzt einen tiefen, beweglichen und technisch versierten Mezzosopran. Sie war hervorragend in dieser Rolle und hat wahrheitsgetreu den Wahnsinn Sigismundos abgespielt."
Operapronto, Charles Lernigan